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Sol-System: Unterschied zwischen den Versionen

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Der [[Sol|Zentralkörper]] unseres Sonnensystems ist eine gelbe Hauptreihen-Normalsonne vom Typ [[Spektraltyp|G2V]] mit einem Durchmesser von rund 1,392 Millionen Kilometern, einer Masse von rund 1,989 x 10^30 Kilogramm (entspricht etwa 333.000 Erdmassen), einer mittleren Dichte von 1,409 Gramm pro Kubikzentimeter und einer Schwerebeschleunigung an der Sonnenoberfläche von 274 Metern pro Sekundenquadrat (28-mal so groß wie an der Erdoberfläche). Die Entweichgeschwindigkeit von der Oberfläche beträgt 677,7 Kilometer pro Sekunde, die Rotationsgeschwindigkeit der nicht durch Magnetfelder beeinflussten Sonnenoberfläche am Sonnenäquator etwa 1,93 Kilometer pro Sekunde.
Der [[Sol|Zentralkörper]] unseres Sonnensystems ist eine gelbe Hauptreihen-Normalsonne vom Typ [[Spektraltyp|G2V]] mit einem Durchmesser von rund 1,392 Millionen Kilometern, einer Masse von rund 1,989 x 10<sup>30</sup> Kilogramm (entspricht etwa 333.000 Erdmassen), einer mittleren Dichte von 1,409 Gramm pro Kubikzentimeter und einer Schwerebeschleunigung an der Sonnenoberfläche von 274 Metern pro Sekundenquadrat (28-mal so groß wie an der Erdoberfläche). Die Entweichgeschwindigkeit von der Oberfläche beträgt 677,7 Kilometer pro Sekunde, die Rotationsgeschwindigkeit der nicht durch Magnetfelder beeinflussten Sonnenoberfläche am Sonnenäquator etwa 1,93 Kilometer pro Sekunde.


Unter {{Quote|Sonnenoberfläche}} versteht man jene Gebiete der Sonne, aus denen elektromagnetische Strahlung unmittelbar in den Raum gelangt und folglich direkt
Unter {{Quote|Sonnenoberfläche}} versteht man jene Gebiete der Sonne, aus denen elektromagnetische Strahlung unmittelbar in den Raum gelangt und folglich direkt
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=== Chromosphäre ===  
=== Chromosphäre ===  
Mit einer Dicke von 10.000 Kilometern deutlich mächtiger als die Fotosphäre, ist die Ausstrahlung der Chromosphäre<ref>Perry Rhodan Glossar 2276</ref> wegen der geringeren Dichte von typischerweise rund 10^-12 Gramm pro Kubikzentimeter bedeutend kleiner. lm unteren Teil bis zu einer Höhe von 1500 Kilometern ist sie relativ homogen, während sie nach
Mit einer Dicke von 10.000 Kilometern deutlich mächtiger als die Fotosphäre, ist die Ausstrahlung der Chromosphäre wegen der geringeren Dichte von typischerweise rund 10^-12 Gramm pro Kubikzentimeter bedeutend kleiner. lm unteren Teil bis zu einer Höhe von 1500 Kilometern ist sie relativ homogen, während sie nach
oben hin in einen Wald von einzelnen flammenähnlichen Lichtzungen der Spicula übergeht, die sich unregelmäßig hoch erheben.
oben hin in einen Wald von einzelnen flammenähnlichen Lichtzungen der Spicula übergeht, die sich unregelmäßig hoch erheben.


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=== Fotosphäre ===
=== Fotosphäre ===
Die Untergrenze der nur rund 300 Kilometer dicken Fotosphäre<ref>Perry Rhodan Glossar 2276</ref>, von der gerade noch Strahlung direkt empfangen werden kann, weist eine Temperatur von etwa 7000 Kelvin auf; an der Obergrenze etwa 4500 Kelvin. Die Gasdichte nimmt innerhalb der Fotosphäre von etwa 3 x 10^-7 Gramm pro Kubikzentimeter auf rund 3 x 10^-8 Gramm pro Kubikzentimeter ab.
Die Untergrenze der nur rund 300 Kilometer dicken Fotosphäre, von der gerade noch Strahlung direkt empfangen werden kann, weist eine Temperatur von etwa 7000 Kelvin auf; an der Obergrenze etwa 4500 Kelvin. Die Gasdichte nimmt innerhalb der Fotosphäre von etwa 3 x 10<sup>-7</sup> Gramm pro Kubikzentimeter auf rund 3 x 10<sup>-8</sup> Gramm pro Kubikzentimeter ab.


lm sichtbaren Spektralbereich zeigt die Sonne eine >>körnige<< Struktur, die Granulation. Kleine helle Gebiete, die Granula, heben sich vom etwas weniger hellen Hintergrund ab. Der Durchmesser beträgt im Mittel rund 1400 Kilometer; zu jedem Augenblick befinden sich etwa vier Millionen Granula auf der Sonnenoberfläche. Die Granulation ist auf Strömungen in den mittleren und tieferen Fotosphärenschichten zurückzuführen, die ihren Ursprung in der darunter liegenden Konvektionszone haben. Dort steigen heiße Materieballen auf, während kühlere absinken.
lm sichtbaren Spektralbereich zeigt die Sonne eine {{Quote|körnige}} Struktur, die Granulation. Kleine helle Gebiete, die Granula, heben sich vom etwas weniger hellen Hintergrund ab. Der Durchmesser beträgt im Mittel rund 1400 Kilometer; zu jedem Augenblick befinden sich etwa vier Millionen Granula auf der Sonnenoberfläche. Die Granulation ist auf Strömungen in den mittleren und tieferen Fotosphärenschichten zurückzuführen, die ihren Ursprung in der darunter liegenden Konvektionszone haben. Dort steigen heiße Materieballen auf, während kühlere absinken.


ln den Granula sieht man die obersten Teile der heißen Konvektionselemente, in deren Zentren Aufwärtsbewegungen von etwa einem Kilometer pro Sekunde herrschen. Die vom Zentrum zum Rand hin gerichtete Strömung erreicht Horizontalgeschwindigkeiten von rund 250 Metern pro Sekunde. Die Lebensdauer eines Granulums liegt bei fünf bis zehn Minuten.
ln den Granula sieht man die obersten Teile der heißen Konvektionselemente, in deren Zentren Aufwärtsbewegungen von etwa einem Kilometer pro Sekunde herrschen. Die vom Zentrum zum Rand hin gerichtete Strömung erreicht Horizontalgeschwindigkeiten von rund 250 Metern pro Sekunde. Die Lebensdauer eines Granulums liegt bei fünf bis zehn Minuten.
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=== Heliosphäre ===
=== Heliosphäre ===
Wie jeder andere Stern verfügt auch Sol über eine Heliosphäre<ref>Perry Rhodan Glossar 2978</ref>, deren Ausdehnung so weit reicht, bis der Staudruck des Sonnenwindes gleich dem Druck des interstellaren Mediums wird.
Wie jeder andere Stern verfügt auch Sol über eine Heliosphäre, deren Ausdehnung so weit reicht, bis der Staudruck des Sonnenwindes gleich dem Druck des interstellaren Mediums wird.
Hauptbestandteile der Korpuskularstrahlung des Sonnenwindes sind Protonen und Elektronen mit Dichten von einigen Millionen Teilchen pro Kubikmeter und einer mittleren Geschwindigkeit von rund 500 Kilometern pro Sekunde.<br>
Hauptbestandteile der Korpuskularstrahlung des Sonnenwindes sind Protonen und Elektronen mit Dichten von einigen Millionen Teilchen pro Kubikmeter und einer mittleren Geschwindigkeit von rund 500 Kilometern pro Sekunde.<br>


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=== Eselsbrücken ===
=== Eselsbrücken ===
Das irdische [[Wikipedia:Sonnensystem|Sonnensystem]]<ref>[[Sonnensystem|Wikipedia zu Sonnensystem]]</ref> umfasst die Sonne ([[Sol]])<ref>[https://www.perrypedia.proc.org/wiki/Sol Perrypedia zu Sol]</ref>, die sie umkreisenden [[Planet]]en und deren natürliche Satelliten, die Zwergplaneten und andere Kleinkörper wie Kometen, [[Asteroid]]en und Meteoroiden sowie die Gesamtheit aller Gas- und Staubteilchen, die durch die Anziehungskraft der [[Sonne]] an diese gebunden sind.<br />
Das irdische [[Sonnensystem|Sonnensystem]] umfasst die Sonne ([[Sol]]), die sie umkreisenden [[Planet]]en und deren natürliche Satelliten, die Zwergplaneten und andere Kleinkörper wie Kometen, [[Asteroid]]en und Meteoroiden sowie die Gesamtheit aller Gas- und Staubteilchen, die durch die Anziehungskraft der [[Sonne]] an diese gebunden sind.<br />


==== Merksatz zur Reihenfolge der Planeten: ====
==== Merksatz zur Reihenfolge der Planeten: ====


Um sich die Planeten in ihrer Reihenfolge – nach zunehmendem Sonnenabstand – leichter einprägen zu können, wurden verschiedene Merksprüche ersonnen, meist sogenannte Eselsbrücken in Form eines Akrostichons, z. B.:<br />
Um sich die Planeten in ihrer Reihenfolge – nach zunehmendem Sonnenabstand – leichter einprägen zu können, wurden verschiedene Merksprüche ersonnen, meist sogenannte Eselsbrücken in Form eines Akrostichons, z. B.:


[[Merkur|'''M'''ein]] [[Venus|'''V'''ater]] [[Erde|'''e'''rklärt]] [[Mars|'''m'''ir]] [[Jupiter|'''j'''eden]] [[Saturn|'''S'''onntag]] [[Uranus|'''u'''nseren]] [[Neptun|'''N'''achthimmel]]. (alternativ „... unsere [[Neptun|'''N'''achbarplaneten]].“)
[[Merkur|'''M'''ein]] [[Venus|'''V'''ater]] [[Erde|'''e'''rklärt]] [[Mars|'''m'''ir]] [[Jupiter|'''j'''eden]] [[Saturn|'''S'''onntag]] [[Uranus|'''u'''nseren]] [[Neptun|'''N'''achthimmel]]. (alternativ „... unsere [[Neptun|'''N'''achbarplaneten]].“)


Ein Merkspruch, der auch die Kleinkörper berücksichtigt, lautet:<br />
Ein Merkspruch, der auch die Kleinkörper berücksichtigt, lautet:
   
   
[[Merkur|'''M'''ein]] [[Venus|'''V'''ater]] [[Erde|'''e'''rklärt]] [[Mars|'''m'''ir]] [[Asteroid|'''a'''n]] [[Jupiter|'''j'''edem]] [[Saturn|'''S'''onntag]] [[Uranus|'''u'''nsere]] [[Neptun|'''n'''atürliche]] [[Kuiper-Gürtel|'''k'''osmische]] [[Oortsche Wolke|'''O'''rdnung]].<br />
[[Merkur|'''M'''ein]] [[Venus|'''V'''ater]] [[Erde|'''e'''rklärt]] [[Mars|'''m'''ir]] [[Asteroid|'''a'''n]] [[Jupiter|'''j'''edem]] [[Saturn|'''S'''onntag]] [[Uranus|'''u'''nsere]] [[Neptun|'''n'''atürliche]] [[Kuiper-Gürtel|'''k'''osmische]] [[Oortsche Wolke|'''O'''rdnung]].<br />


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[[Merkur|'''M'''erkur]]; [[Venus|'''V'''enus]]; [[Erde|'''E'''rde]]; [[Mars|'''M'''ars]]; [[Asteroid|'''A'''steroiden]]; [[Jupiter|'''J'''upiter]]; [[Saturn|'''S'''aturn]]; [[Uranus|'''U'''ranus]]; [[Neptun|'''N'''eptun]]; [[Kuiper-Gürtel|'''K'''uipergürtel]]; [[Oortsche Wolke|'''O'''ortsche Wolke]].<br />
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== Kosmische Umgebung ==
== Kosmische Umgebung ==


Die Sonne durchwandert derzeit ein etwa 30 [[Lichtjahr]]e großes Gebiet, das wegen seiner erhöhten Dichte Lokale Wolke oder [[Wikipedia:Lokale Flocke|Lokale Flocke]] genannt wird. Ebenfalls in der Lokalen Flocke befinden sich die benachbarten Sterne [[Altair]], [[Wega]], [[Arktur]], [[Fomalhaut (Sonne)|Fomalhaut]] und [[Alpha Centauri (Sonne)|Alpha Centauri]]. Die Lokale Flocke ist ihrerseits eingebettet in eine weitgehend staubfreie Region mit geringerer Teilchendichte, die {{WP|Lokale Blase|Lokale Blase}}. Die Lokale Blase hat in Richtung der {{WP|Galaktisches Koordinatensystem|galaktischen Ebene}}eine Ausdehnung von mindestens 300 Lichtjahren. Sie befindet sich nahe dem inneren Rand des {{WP|Orionarm|Orionarms}}der Milchstraße. Bis zum benachbarten [[Milchstraße#Spiralarme|Perseusarm]] sind es etwa 6.500 Lichtjahre, bis zum Zentrum der Galaxis etwa 28.000 Lichtjahre. Ein Umlauf, mit etwa 250 km/s, dauert 210 Mio. Jahre (Galaktisches Jahr).
Die Sonne durchwandert derzeit ein etwa 30 [[Lichtjahr]]e großes Gebiet, das wegen seiner erhöhten Dichte Lokale Wolke oder {{WP|Lokale Flocke}} genannt wird. Ebenfalls in der Lokalen Flocke befinden sich die benachbarten Sterne [[Altair]], [[Arktur]], [[Castor (Stern)|Castor]], [[Wega]], [[Fomalhaut]] und [[Alpha Centauri]]. Die Lokale Flocke ist ihrerseits eingebettet in eine weitgehend staubfreie Region mit geringerer Teilchendichte, die {{WP|Lokale Blase|Lokale Blase}}. Die Lokale Blase hat in Richtung der {{WP|Galaktisches Koordinatensystem|galaktischen Ebene}}eine Ausdehnung von mindestens 300 Lichtjahren. Sie befindet sich nahe dem inneren Rand des {{WP|Orionarm|Orionarms}} der Milchstraße. Bis zum benachbarten [[Milchstraße#Spiralarme|Perseusarm]] sind es etwa 6.500 Lichtjahre, bis zum Zentrum der Galaxis etwa 28.000 Lichtjahre. Ein Umlauf, mit etwa 250 km/s, dauert 210 Mio. Jahre (Galaktisches Jahr).


Die Sonne durchmisst außerdem den {{WP|Gouldscher Gürtel|Gouldschen Gürtel}}, eine großräumige Anordnung von jungen [[Stern]]en (etwa 20–60 Millionen Jahre alt) und Sternentstehungsgebieten mit mehr als 2000 Lichtjahren Ausdehnung. Da diese Sterne viel jünger sind als die Sonne, kann sie nicht zu den Objekten des Gouldschen Gürtels gehören.
Die Sonne durchmisst außerdem den {{WP|Gouldscher Gürtel|Gouldschen Gürtel}}, eine großräumige Anordnung von jungen [[Stern]]en (etwa 20–60 Millionen Jahre alt) und Sternentstehungsgebieten mit mehr als 2000 Lichtjahren Ausdehnung. Da diese Sterne viel jünger sind als die Sonne, kann sie nicht zu den Objekten des Gouldschen Gürtels gehören.

Aktuelle Version vom 15. Juli 2026, 11:40 Uhr

Die Sonne Sol liegt im Orion-Arm, einem Seitenarm der Milchstraße und ist das Heimatsystem der Terraner.

MerkurVenusErdeMarsJupiterSaturnUranusNeptun  (Pluto)

Astrophysikalische Daten: Sol-System
Sonne: Sol
Galaxie: Milchstraße
Entfernung zum Zentrum Milchstraße: ≈26.500 Lichtjahre
Weitere Entfernungen: Entfernungen in der Milchstraße
Umlaufzeit um das Zentrum der Milchstraße: ≈225 Mio. Jahre
Spektraltyp des Sterns: G2V (gelbe Sonne)
Oberflächentemperatur: ≈5772 °K
Durchmesser: 1,393 Mio. km
Dichte: 1,401 g/cm3
Masse: 1,983×1033 t
Kerntemperatur: ≈15 Mio. °C
Fluchtgeschwindigkeit: 617,5 km/s
Absolute Helligkeit: +4M83 (Wikipedia)
Rotationsdauer: 27,275 d
Anzahl der Planeten: 8 + 1 Zwergplanet
Bekannte Planeten: Merkur, Venus, Terra, Mars, Jupiter, Saturn, Uranus, Neptun und (Pluto)
Bekannte Völker
Menschen

Der Zentralkörper unseres Sonnensystems ist eine gelbe Hauptreihen-Normalsonne vom Typ G2V mit einem Durchmesser von rund 1,392 Millionen Kilometern, einer Masse von rund 1,989 x 1030 Kilogramm (entspricht etwa 333.000 Erdmassen), einer mittleren Dichte von 1,409 Gramm pro Kubikzentimeter und einer Schwerebeschleunigung an der Sonnenoberfläche von 274 Metern pro Sekundenquadrat (28-mal so groß wie an der Erdoberfläche). Die Entweichgeschwindigkeit von der Oberfläche beträgt 677,7 Kilometer pro Sekunde, die Rotationsgeschwindigkeit der nicht durch Magnetfelder beeinflussten Sonnenoberfläche am Sonnenäquator etwa 1,93 Kilometer pro Sekunde.

Unter »Sonnenoberfläche« versteht man jene Gebiete der Sonne, aus denen elektromagnetische Strahlung unmittelbar in den Raum gelangt und folglich direkt beobachtbar wird. Die nicht direkt beobachtbaren Gebiete bilden das Sonneninnere. Aufgrund der unterschiedlichen thermischen und Strahlungseigenschaften gliedert sich die Sonnenatmosphäre in vier Teilbereiche. Von innen nach außen handelt es sich dabei um Fotosphäre, Chromosphäre, Heliosphäre Übergangsschicht und Korona.

Druck und Dichte nehmen von innen nach außen kontinuierlich ab; für die Temperatur gilt dies nur in der Fotosphäre und der unteren und mittleren Chromosphäre, während in den darüber liegenden Schichten die Temperatur mit wachsendem Zentrumsabstand wieder steigt. Obwohl die Sonne eine Gaskugel mit stetiger Dichteabnahme nach außen hin ist, erscheint sie scharf begrenzt, weil der größte Teil der (sichtbaren) Sonnenstrahlung aus der dünnen Kugelschale der Fotosphäre kommt.

Übersicht

Sol ist etwa 4,6 Milliarden Jahre alt, liegt im sogenannten Gouldschen Gürtel und bewegt sich mit etwa einer Million Kilometer pro Stunde um das Zentrum der Milchstraße. Sie gehört zur Klasse der Zwergsterne.

Die Sonne Sol

Chromosphäre

Mit einer Dicke von 10.000 Kilometern deutlich mächtiger als die Fotosphäre, ist die Ausstrahlung der Chromosphäre wegen der geringeren Dichte von typischerweise rund 10^-12 Gramm pro Kubikzentimeter bedeutend kleiner. lm unteren Teil bis zu einer Höhe von 1500 Kilometern ist sie relativ homogen, während sie nach oben hin in einen Wald von einzelnen flammenähnlichen Lichtzungen der Spicula übergeht, die sich unregelmäßig hoch erheben.

Die Spicula haben Durchmesser von im Mittel 1000 Kilometern und Höhen von im Durchschnitt 10.000 Kilometern; sie schießen mit Geschwindigkeiten von 10 bis 30 Kilometern pro Sekunde empor verbunden mit Lebenszeiten von rund zehn Minuten. Riesen-Spicula können jedoch auch eine Lebensdauer bis zu etwa 40 Minuten aufweisen und erreichen Höhen von mehreren 10.000 Kilometern. Die Temperaturen betragen 10.000 bis 20.000 Kelvin.

ln der Chromosphäre setzt sich der Dichteabfall stetig fort; dies gilt auch für die Temperatur bis zu einer Höhe von etwa 300 Kilometern über der Fotosphäre, wo ein Temperaturminimum von etwa'4200 Kelvin erreicht wird. Weiter nach außen hin steigt die Temperatur wieder an und erreicht in etwa 2000 Kilometern Höhe 9000 Kelvin.

Fotosphäre

Die Untergrenze der nur rund 300 Kilometer dicken Fotosphäre, von der gerade noch Strahlung direkt empfangen werden kann, weist eine Temperatur von etwa 7000 Kelvin auf; an der Obergrenze etwa 4500 Kelvin. Die Gasdichte nimmt innerhalb der Fotosphäre von etwa 3 x 10-7 Gramm pro Kubikzentimeter auf rund 3 x 10-8 Gramm pro Kubikzentimeter ab.

lm sichtbaren Spektralbereich zeigt die Sonne eine »körnige« Struktur, die Granulation. Kleine helle Gebiete, die Granula, heben sich vom etwas weniger hellen Hintergrund ab. Der Durchmesser beträgt im Mittel rund 1400 Kilometer; zu jedem Augenblick befinden sich etwa vier Millionen Granula auf der Sonnenoberfläche. Die Granulation ist auf Strömungen in den mittleren und tieferen Fotosphärenschichten zurückzuführen, die ihren Ursprung in der darunter liegenden Konvektionszone haben. Dort steigen heiße Materieballen auf, während kühlere absinken.

ln den Granula sieht man die obersten Teile der heißen Konvektionselemente, in deren Zentren Aufwärtsbewegungen von etwa einem Kilometer pro Sekunde herrschen. Die vom Zentrum zum Rand hin gerichtete Strömung erreicht Horizontalgeschwindigkeiten von rund 250 Metern pro Sekunde. Die Lebensdauer eines Granulums liegt bei fünf bis zehn Minuten.

Zu den klein räumigen Konvektionsströmungen kommen großräumige hinzu, so genannte Supergranulation - Gebiete von 20.000 bis 40.000 Kilometern Durchmesser, in denen Materie mit Geschwindigkeiten von etwa 300 bis 400 Kilometern pro Sekunde vertikal nach oben strömt, verbunden mit Lebenszeiten von einem Tag bis eineinhalb Tagen und einer vertikalen Größenordnung von etwa 15.000 Kilometern.

Heliosphäre

Wie jeder andere Stern verfügt auch Sol über eine Heliosphäre, deren Ausdehnung so weit reicht, bis der Staudruck des Sonnenwindes gleich dem Druck des interstellaren Mediums wird. Hauptbestandteile der Korpuskularstrahlung des Sonnenwindes sind Protonen und Elektronen mit Dichten von einigen Millionen Teilchen pro Kubikmeter und einer mittleren Geschwindigkeit von rund 500 Kilometern pro Sekunde.

Da dieser Sonnenwind mit Überschallgeschwindigkeit auf das interstellare Medium prallt, bildet sich in Form der sogenannten Heliopause eine Stoßfront aus – es handelt sich um eine relativ dünne, turbulente Übergangszone, in der sich Dichte, Temperatur und Magnetfeld sprunghaft ändern. Im Fall der Sonne hat diese sphärische Heliopause einen Radius von rund 14 Lichtstunden mit einer leichten Abplattung an den Polen.

Die Projektorschiffe modifizieren durch multifrequente hyperenergetische Anregungsimpulse einen Teil der natürlichen Hyperstrahlung der Sonne, sodass sie mit der Heliopause in Resonanz tritt. Dadurch manifestiert sich ein Teil der Hyperstrahlung in der Stoßfront-Übergangszone der Heliopause als instabile Hyperbarie. Deren hyperenergetische Emission von blauweißer Farbe überlagert nun wiederum die natürliche Hyperstrahlung der Sonne und erzeugt dadurch die eigentliche Schutzwirkung in Form einer undurchdringlichen Grenzschicht dicht vor der Heliopause-Stoßfront (die somit innerhalb des Kristallschirms liegt).

Da der Sonnenwind in Abhängigkeit von der Sonnenaktivität in Stärke und Geschwindigkeit variiert, ist auch die durch Heliopause und Kristallschirm markierte Zone nicht statisch, sondern Schwankungen unterworfen.

Eselsbrücken

Das irdische Sonnensystem umfasst die Sonne (Sol), die sie umkreisenden Planeten und deren natürliche Satelliten, die Zwergplaneten und andere Kleinkörper wie Kometen, Asteroiden und Meteoroiden sowie die Gesamtheit aller Gas- und Staubteilchen, die durch die Anziehungskraft der Sonne an diese gebunden sind.

Merksatz zur Reihenfolge der Planeten:

Um sich die Planeten in ihrer Reihenfolge – nach zunehmendem Sonnenabstand – leichter einprägen zu können, wurden verschiedene Merksprüche ersonnen, meist sogenannte Eselsbrücken in Form eines Akrostichons, z. B.:

Mein Vater erklärt mir jeden Sonntag unseren Nachthimmel. (alternativ „... unsere Nachbarplaneten.“)

Ein Merkspruch, der auch die Kleinkörper berücksichtigt, lautet:

Mein Vater erklärt mir an jedem Sonntag unsere natürliche kosmische Ordnung.

Zu lesen als:

Merkur; Venus; Erde; Mars; Asteroiden; Jupiter; Saturn; Uranus; Neptun; Kuipergürtel; Oortsche Wolke.

Kosmische Umgebung

Die Sonne durchwandert derzeit ein etwa 30 Lichtjahre großes Gebiet, das wegen seiner erhöhten Dichte Lokale Wolke oder Lokale Flocke genannt wird. Ebenfalls in der Lokalen Flocke befinden sich die benachbarten Sterne Altair, Arktur, Castor, Wega, Fomalhaut und Alpha Centauri. Die Lokale Flocke ist ihrerseits eingebettet in eine weitgehend staubfreie Region mit geringerer Teilchendichte, die Lokale Blase. Die Lokale Blase hat in Richtung der galaktischen Ebeneeine Ausdehnung von mindestens 300 Lichtjahren. Sie befindet sich nahe dem inneren Rand des Orionarms der Milchstraße. Bis zum benachbarten Perseusarm sind es etwa 6.500 Lichtjahre, bis zum Zentrum der Galaxis etwa 28.000 Lichtjahre. Ein Umlauf, mit etwa 250 km/s, dauert 210 Mio. Jahre (Galaktisches Jahr).

Die Sonne durchmisst außerdem den Gouldschen Gürtel, eine großräumige Anordnung von jungen Sternen (etwa 20–60 Millionen Jahre alt) und Sternentstehungsgebieten mit mehr als 2000 Lichtjahren Ausdehnung. Da diese Sterne viel jünger sind als die Sonne, kann sie nicht zu den Objekten des Gouldschen Gürtels gehören.

Geschichte

...

Fussnote

Quelle

...

»Erstellt durch Mitarbeiter der Sokradia.«