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Version vom 12. Juni 2026, 13:37 Uhr
Asteroiden oder auch Planetoiden sind kleine planetare Objekte ohne Atmosphäre. Asteroiden haben ihren Namen aus dem Griechischen; übersetzt heißen sie sternenähnliche Objekte; dementsprechend sind Planetoiden planetenähnliche Objekte. Beide Bezeichnungen sind synonym, erstere eher historisch, letztere wissenschaftlich genauer.
Allgemeines
Entstehung
Asteroiden entstehen bei der Geburt eines Sonnensystems in dessen protoplanetarer Scheibe, wenn einzelne Staubteilchen miteinander kollidieren, sich aber nicht ausreichend Objekte zusammenfinden, um einen Planeten zu formen. Es entstehen dabei häufig ganze Asteroidengürtel, die so genannt werden, da sich Tausende von Planetoiden auf annähernd derselben Umlaufbahn um das Zentralgestirn bewegen.
Asteroiden verschleifen innerhalb von Milliarden Jahren aufgrund der Erosion durch kleinste Zusammenstöße mit Nachbarn und Sonnenwind: Ihre eckigen Bruchformen nähern sich immer mehr runden Formen an.
Wesentlich spektakulärer ist das Entstehen eines Asteroidengürtels durch die Vernichtung eines Planeten.
Auch in vielen anderen Sonnensystemen sind Asteroidengürtel bekannt.
Zusammensetzung
Die meisten Asteroiden bestehen aus »Urmaterie«, das heißt jenen Bestandteilen, die aus einem sich bildenden Planetensystem übrig geblieben sind. Dementsprechend enthalten sie viele Silikate, eisenhaltige Erze und gefrorene flüchtige Bestandteile. Für die meisten industriellen Zwecke sind diese »Schlacken« wenig brauchbar.
Überreste explodierter Planeten jedoch haben eine andere Zusammensetzung, da sich während der Bildung der planetaren Struktur deren Inhaltsstoffe teils aufgeschmolzen werden, folglich ausdifferenzieren, andere Minerale und Erze gebildet werden und sich selektiv anhäufen können.
Aufgrund ihrer besonderen Vergangenheit können Asteroiden jedoch auch vollkommen andere Zusammensetzungen haben. Beispiele:
Losgelöste Asteroiden
Durch gravitative Störungen, beispielsweise durch vorbeiziehende Sterne, können sich Planetoiden aus dem Verband lösen und in das Sonnensystem eindringen. Hier stürzen sie nach einigen Umläufen als Kometen meistens in die Sonne, können aber auch stabile, wiederkehrende Umlaufbahnen einnehmen. Im schlimmsten Fall stürzen sie als Meteorit als todbringende kosmische Geschosse auf belebte Planeten.
Sie können sich aber auch aus einem Sonnensystem herauslösen und danach als Dunkelwelten frei durch den interstellaren Raum ziehen.
Nutzung
Wirtschaftlich
Asteroiden enthalten, wie oben erwähnt, oft interessante und leicht abbaubare Ressourcen, so dass ein Bergbau lohnenswert scheint. Zudem ist ihre Eigengravitation meist vernachlässigbar gering. Es ist daher sehr leicht, per Raumschiff an einen Asteroiden oder einen anderen kleinen Weltraumkörper heranzufliegen; der energetische Aufwand für Landungen oder Starts ist gering.
Gelegentlich werden Asteroiden als private Habitate genutzt von jenen, die sich das leisten können.
Militärisch
Asteroiden können als Standort für militärische Stützpunkte genutzt werden. Liegen die Asteroiden in einem Sonnensystem, dienen sie hervorragend für Zwecke der Ortung oder Fernortung, als Standort für Raumforts oder um Energie zu sammeln.
Bekannte Asteroiden
Für eine Übersicht über namentlich bekannte Asteroiden und Planetoiden, siehe: Monde und kleinere Himmelskörper.
Weblink
Fußnote
Quellen
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| »Erstellt durch Mitarbeiter der Sokradia.« |