SOL

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Die SOL ist das Fernraumschiff der Terraner und vermutlich das Schiff, das weiter geflogen ist als jedes andere Produkt der Milchstraßen-Zivilisationen. Quasi jeder Kubikzentimeter an Bord atmet kosmische Geschichte …

Allgemeines

Ursprünglich wurde sie als militärisches Trägerschiff und Flaggschiff konzipiert. Der terranische Generalstab hatte eine Studie in Auftrag gegeben, um den neuen Herausforderungen zu begegnen, denn die Solare Flotte drang immer weiter ins All vor. Daher musste das bisher teure und personalaufwändige Flottenkonzept überarbeitet werden.

Offizielle Typenbezeichnung der SOL ist die eines Kombinations-Träger-Schlachtschiffs der UNIVERSUM-Klasse. Die Konstruktionsunterlagen des zur damaligen Zeit wohl mächtigsten Raumschiffs der Menschheit wurden noch zu Zeiten des Solaren Imperiums erstellt. Das Schiff selbst wurde allerdings erst 3540 im Mahlstrom in den lunaren Werften fertig gestellt.

Siehe auch:

Aufbau

Das Schiff wurde überwiegend aus Ynkelonium-Terkonit-Verbundstahl hergestellt. (PR 700)

Die eigentliche SOL ist das zylinderförmige Mittelteil, das einen Durchmesser von 1500 Metern hat und ursprünglich eine Länge von 1500 Metern besaß. Bei einem von Cairol II initiierten und von 1-Korrago überwachten Umbau in der Kosmischen Fabrik MATERIA um etwa 826 NGZ wurden zwei Seitenflansche, die so genannten SOL-Flansche an die SOL montiert, so dass das Mittelteil nun eine Länge von 3000 Metern aufweist.

Ein Ringwulst von 800 Meter Breite und 400 Meter Höhe zieht sich um die SOL. Im Zentrum wurde die Hyperinpotronik SENECA innerhalb einer 500 Meter durchmessenden Kugel im Zentrum des Mittelstücks stationiert, deren Leistungsfähigkeit an NATHAN heranreichen sollte. (PR 701) Im Mittelteil befinden sich auch die Hauptleitzentrale sowie (während der Herrschaft der SOLAG) die Klause des High Sideryt.

Die beiden SOL-Zellen 1 und 2, beides 2500 Meter durchmessende Kugelraumer der UNIVERSUM-Klasse, sind an den beiden Enden der SOL angekoppelt, SZ-1 mit dem Heck, SZ-2 mit dem Bug. (PR 700) Somit hat das komplette Raumschiff eine Gesamtlänge von ursprünglich 6500, nach etwa 826 NGZ dann 8000 Metern. Durch den Umbau hat die SOL nun ein Gesamtvolumen von 17,6 Milliarden Kubikmetern und eine Masse von 3,67 Milliarden Tonnen. (PR 2440)

Anmerkungen: Abweichend von PR 700 zeigt die Risszeichnung von Bernard Stoessel eine SOL, deren SZ-1 und SZ-2 jeweils mit dem Heck am SOL-Mittelteil angedockt sind.
Zwei andere Quellen beschreiben die beiden SOL-Zellen als Ultraschlachtschiffe der GALAXIS-Klasse, was aber als Autorenfehler gelten kann. (PR 2287, S. 41 und PR 1985, S. 16)

Aufgrund seiner ungewöhnlichen Form wird es auch als Hantelraumer bezeichnet. Diese Kombination aus mehreren Raumschiffen zählt zu den Verbundraumern.

Alle drei Einheiten der SOL sind jeweils für sich voll fernraumflugfähig und können je nach Erfordernis voneinander abgekoppelt werden. (PR 701) Gemeinsam mit der nicht unbedeutenden Beibootflotte, ergibt sich daraus eine kaum zu überschätzende strategisch-taktische Flexibilität mit ungeheurer Schlagkraft.

Versorgungseinrichtungen

Für die Versorgung der Besatzung mit pflanzlichen Nahrungsmitteln dienen Hydroponiken nach dem Prinzip der intensiven Hydrokultur und Algentanks. Durch diese Tanks ist es möglich, mit geringstem Arbeitsaufwand und Platzbedarf so viel Nahrung wie möglich herstellen zu können. (Atlan 521)

Als Nahrungsmittel dient an Bord der SOL auch Syntho-Fleisch. Die großen Fleischfabriken an Bord arbeiten nach drei unterschiedlichen Prinzipien. Beim ersten Verfahren dienen Wasser, Luft, chemisch reine Mineralstoffe und ähnliches als Grundstoffe. Aus diesen wird dann Fleisch synthetisiert. Dieses Verfahren ist äußerst kostspielig und verbraucht viel Energie. (Atlan 523)

Das zweite Verfahren zieht natürliche Rohstoffe, wie beispielsweise Pflanzen, als Basis für die Verarbeitung heran. Diese Rohstoffe bestehen bereits aus so genannten essentiellen Aminosäuren, die nur noch umgearbeitet werden müssen. Beispielsweise ist schon vor langer Zeit auf Terra aus Soja-Bohnen Synthesefleisch erzeugt worden. (Atlan 523)

Das dritte Verfahren ist das aufwändigste aber auch einfachste. Dabei werden tierische Zellen zu unbegrenztem Wachstum angeregt. Eine kleine Gruppe Zellen aus Schnitzelfleisch reicht beispielsweise aus, um daraus Tausende von Tonnen ähnlichen Fleisches zu produzieren. Die Synthofleischfabrik stellt eine vorprogrammierte Strukturunterlage bereit, auf der das betreffende Spezialgewebe sauber ausgezüchtet werden kann. Es muss dann nur noch die Geschmacksrichtung und die äußere Form ausgewählt werden. Auf diese Weise können Frikadellen bis zu Zanderfilets hergestellt werden, solange die benötigten Zellkulturen bereitgestellt werden können. Ohne ein paar Zellen echten Hühnerfleisches lassen sich keine Hühnerfilets züchten. (Atlan 523)

Die Synthonahrung bildete die Nahrungsgrundlage auf der SOL. (PR 714, S. 12) Frische Nahrung konnte man nur mit Geld kaufen. Auf diese Weise bildete Geld ein allgemeines Regulativ an Bord und sorgte auch für einen Anreiz, das eigene Nahrungsangebot zu verbessern. (PR 791)

Wenn sich ein Korridor, in den sechs Gänge münden, innerhalb des Raumschiffes oval verbreitert, wurde dieser Ort im Jahre 3792 Bahnhof genannt. Der Bahnhof ist nur 20 Meter lang und zehn Meter breit. Hier eröffneten Besatzungsmitglieder Verkaufsstände und boten ihre Waren feil. (Atlan 546)

Sicherheitseinrichtungen

3582 gab es insgesamt 90 Schutzräume, die im Alarmfall von allen aufgesucht werden mussten, die keine unmittelbare Funktion währenddessen im Schiffsbetrieb ausführten. (PR 765)

Freizeiteinrichtungen

Obwohl man beim Bau der SOL an die Einrichtung von einigen Solarien, Einkaufstraßen, Theatern, Restaurants, Sportstadien und sogar an die Standesämter und Scheidungsgerichte gedacht hatte, so war sie ursprünglich nicht als Generationenschiff konzipiert. Bereits während der Aufnahme der Bevölkerung von Carrent-Fort musste man Probleme der Unterbringung lösen. (PR 701, S. 29) So wurde rasch mit der Einrichtung von Freizeiträumen begonnen. Dabei handelte es sich um Bars, Cafés, Fitnessräume und andere Möglichkeiten, sich zu entspannen und zu amüsieren. Dies war notwendig geworden, nachdem klar war, dass die SOL jahrelang unterwegs sein würde. (PR 710) Im Mitteilteil des Schiffes wurde unter anderem ein großes Solarium eingerichtet. (PR 714, S. 7) Das Schiff verfügte sogar über eine Ballettschule. (PR 714, S. 16)

In den Erholungszentren und Freizeitparks wird das Prinzip der gemäßigten Hydrokultur angewendet, um den Pflanzen das Wachstum zu ermöglichen. (Atlan 521)

Bekannte Freizeiteinrichtungen

Medien

Es gab eigene Fernsehsender und andere Medieneinrichtungen auf der SOL, die die Besatzung stets auf dem Laufenden hielten und Unterhaltungsprogramme anboten. Manche Medienvertreter brachten es dabei sogar zu einer gewissen Berühmtheit wie etwa Vesper Nightingale.

Bekannte Medieneinrichtungen

Technische Spezifikationen

Triebwerke

Erstausstattung 3540

Die SOL verfügte anfangs über vier verschiedene Triebwerksarten. Für den Start gab es Feldtriebwerke, durch die eine starke Beschädigung des Start- und Landeplatzes vermieden wird.

Der ursprüngliche Unterlichtantrieb der SOL basiert auf Protonenstrahltriebwerken. Der Treibstoff wird mit 98 % Lichtgeschwindigkeit ausgestoßen. Die beiden SOL-Zellen erreichten eine maximale Beschleunigung von 730 km/s2 und der Mittelteil eine maximale Beschleunigung von 600 km/s2. Im Verbund erreichte das Kombinationsraumschiff eine maximale Beschleunigung von 683 km/s2. Der Treibstoff für die Protonenstrahltriebwerke wurde in Form von NUGAS-Brennstoffkugeln mitgeführt.

Für intragalaktische Flüge dienten ursprünglich Lineartriebwerke aus insgesamt 12 Ultrakompakt-Waringer-Konvertern mit einem Überlichtfaktor von 5,12×106 und einem Aktionsradius von 15.000.000 Lichtjahren. Die Gesamtreichweite der Lineartriebwerke betrug also 30.000.000 Lichtjahre. Für intergalaktische Flüge diente ein Dimesextatriebwerk mit einem Überlichtfaktor von 4,8×109. (PR 714 – Computer)

Falls ein Notfall-Überlichtmanöver ausgeführt werden musste, so war dies bei der Geschwindigkeit von bereits 10.000 km/s durchführbar. Allerdings bedeutete es eine immense Belastung für die Triebwerke. (PR 701, S. 37)

3582 bis 3583

Während des Aufenthalts der Kelosker an Bord der SOL konnte von 3582 bis 3583 auf keloskische Technik (Septim-Parallelspurtriebwerk) zurückgegriffen werden. (PR 769PR 801)

ab 425 NGZ

Um 425 NGZ wurden Dimesextatriebwerk und Lineartriebwerk durch einen Metagrav-Antrieb ersetzt.

ab 826 NGZ

Bei dem Umbau 826 NGZ auf der Kosmischen Fabrik MATERIA wurde der Metagrav-Antrieb durch einen Hypertakt-Antrieb ersetzt.

ab 1331 NGZ

Durch die Hyperimpedanz hat der Hypertaktantrieb nur noch Schrottwert. Ab 20. Juni 1332 NGZ ist die SZ-1 wieder in der Lage, mit Protonenstrahltriebwerken auf Sublicht zu beschleunigen. Mit Hawk-I-Konvertern wird der Überlichtfaktor von 15.000 um 1339 NGZ auf einen Wert von 750.000 gebracht.

Mit den konfiszierten Rohstoffen und Geräten der Terminalen Kolonne TRAITOR stellt der Haluter Blo Rakane die Wiederherstellung der Energieversorgung für den Hypertaktantrieb in Aussicht. (PR 2330, PR 2331)

ab 1345 NGZ

Nach Vorstudien an einer Hypertakt-Korvette wurde eines der drei Hypertakt-Triebwerke durch das Salkrit wieder in Betrieb genommen. Aufgrund der niedrigen Energieversorgung konnten nur geringe Überlichtfaktoren erreicht werden.

Nach der Besetzung durch die Kolonne wurden mit zusätzlichem Salkrit auch die anderen Hypertakt-Triebwerke in Betrieb genommen. Der maximal erreichbare Überlichtfaktor betrug 1,8 Millionen.

Nach der Eroberung der SOL durch Kirmizz am 22. September 1345 NGZ wurde die Leistung der Antriebssysteme durch den Einbau von 18 Energiekernen weiter gesteigert.

Energieversorgung

Erstausstattung 3540

Die ursprüngliche Energieversorgung erfolgte durch Nug-Schwarzschild-Reaktoren, deren Entwicklung bereits im Jahre 3525 begann. Der Brennstoff wurde in Form von NUGAS-Brennstoffkugeln mitgeführt. (PR 701, S. 16) In den Lagerhallen herrschte Schwerelosigkeit, wodurch das Gewichtsproblem der Treibstoffkugeln gelöst war. Um deren Masse zu bändigen, wurden Fesselfelder eingesetzt. (Atlan 519, PR 737)

Jede Treibstoffkugel hatte ein Gewicht von 200.000 Tonnen und ein Volumen von 5,8 m3. (Atlan 519, PR 737)

3540 kam es nicht mehr zum Einbau einer NUGAS-Gewinnungsanlage. Erst 3582 konnte auf Ovarons Planet eine NUGAS-Gewinnungsanlage, die ein Fragmentraumer für die SOL mit sich führte, im Mittelteil eingebaut werden. (PR 771)

Ein Reaktor erzielt durch eine Einschussrate von 1 kg Protonen pro Sekunde 9×1016 Watt. Da 15 % der Leistung für die Aufrechterhaltung der Nugas-Schwarzschild-Reaktion sowie 10 % der Leistung für andere Sekundärprozesse benötigt wurden, betrug der Wirkungsgrad 75 % und ein Reaktor hatte eine Nettoleistung von 67,5 Milliarden Megawatt. (PR 737 – Computer)

Anmerkung: Diese Daten weichen von den Originalwerten aus PR 701 (pro Kraftwerk achthundert Milliarden Megawatt im Normalbetrieb, für maximal 45 Sekunden tausendsechshundert Milliarden Megawatt) als auch von den identischen Werten in PR 741 (Eine Sol-Zelle mit 12 Kraftwerken. 9,6 Billionen Megawatt im Normalbetrieb, für maximal 45 Sekunden 19,2 Billionen Megawatt) ab.

Im Jahre 3791 sorgten pro SOL-Zelle zwölf Nug-Kraftwerke mit je acht Schwarzschildreaktoren mit je mehr als 100 Milliarden Megawatt Leistung für die Energieversorgung. Im Mittelteil arbeiteten 64 Schwarzschildreaktoren, die in acht Nug-Kraftwerken angeordnet waren. Die Gesamtleistung aller Großreaktoren lag bei 25,6 Billionen Megawatt. Für den Notfall waren 40 Fusionsmeiler installiert. Das gesamte gewaltige Energiepotential konnte für 55 Sekunden durch Überschreitung der Belastungs- und Sicherheitsgrenzen noch einmal verdoppelt werden. (Atlan Taschenheft 2)

ab 425 NGZ

Um 425 NGZ erfolgte die Umstellung der Energieversorgung auf Hypertrop-Zapfer.

ab 826 NGZ

Nach dem Umbau 826 NGZ kamen Permanentzapfer zur Energiegewinnung zum Einsatz.

ab 1331 NGZ

Durch die Hyperimpedanz hatten die Hypertropzapfer nur noch Schrottwert. Auch mussten vorerst die Nug-Schwarzschild-Reaktoren abgeschaltet werden.

Durch mitgelieferte Daten wurden drei Daellian-Meiler-Prototypen gebaut und Mitte 1339 NGZ in Betrieb genommen.

Die Untersuchung der von TRAITOR erbeuteten Rohstoffe und Geräte ergab Hinweise auf Möglichkeiten der Wiederinbetriebnahme des Permanentzapfers. (PR 2330, PR 2331)

ab 1345 NGZ

Nach der Einnahme durch die Terminale Kolonne wurde das Schiff mit Energiekernen und 3 Supratron-Generatoren ausgestattet. Die Leistung dieser Kerne wird mit insgesamt 7,38×1019 Watt angegeben. Sie verblieben auch nach der Befreiung der SOL im Schiff, während die zu Bomben umfunktionierten Supratron-Generatoren demontiert werden mussten. (PR 2419, PR 2441)

Offensive Bewaffnung

Erstausstattung 3540

Die weiterentwickelten Transformkanonen der SOL erreichten ein Kaliber von 6000 GT. Erstmals konnten nicht nur Fusionsbomben, sondern auch neuartige komplexere Bombentypen wie die Moluk-Strahlbombe (Desintegratorbombe) und die Quintadimbombe eingesetzt werden. (PR 701)

Gelenkt wurden die Geschütze durch Feuerleitrechner, die direkt mit SENECA verbunden waren. Sie galten als besonders sicher und waren zusätzlich in Räumen untergebracht, die durch Energiebarrieren geschützt waren und nur durch Roboter oder besonders autorisierte Personen betreten werden konnten. (PR 791)

Kontrolliert auf ihre Funktionstüchtigkeit wurden die Geschütze von der Abteilung Feuersicherung. Dies geschah vor allem durch computerunterstützte Simulationen. (PR 791)

ab 1311 NGZ

Defensive Bewaffnung

Erstausstattung 3540

Die SOL verfügt über Paratronschirme und HÜ-Schirme. (PR 701)

ab 1311 NGZ

Die SOL verfügt über das komplette Niveau von Schutzschirmen, inklusive HÜ- (3-fach) und Paratronstaffeln (4-fach) sowie einen Virtual Imager.

ab 1345 NGZ

Die Kolonne verbaut zusätzlich drei Supratronische Projektoren für einen Dunkelschirm und eine Fraktale Aufriss-Glocke. Sie gehen während der Befreiung der SOL wieder verloren.

Detaildaten des SOL-Mittelteils

Die NUGAS-Produktionsanlage, die der SOL gestattete, auch während des Fluges Treibstoff aufzunehmen, wurde erst 3582 eingebaut. (PR 771)

Verbindung zwischen Mittelteil und SOL-Zellen

Mittelteil und SOL-Zellen werden durch robotische Gewinde zusammengehalten, die über Prozessrechner gesteuert werden. In je zwölf Zylinderschächten befinden sich sieben Meter durchmessende Verankerungsschrauben, die in Rotation versetzt werden und so die Verbindung zwischen den drei Teilen der SOL lösen. Die jeweiligen Schächte dieser Gewinde sind hermetisch abgeriegelt, im Verbundflug herrscht in ihnen ein Druck von etlichen tausend Atmosphären. Die Atmosphäre in den Schächten besteht aus Xenon, einem Edelgas, das nicht mit anderen Stoffen reagiert und korrosionsverhindernd wirkt. Die Zellen können innerhalb von Sekunden abgekoppelt werden, genauso wie sie mit Hilfe der Rechner innerhalb von Sekunden wieder zusammengefügt werden können. (PR-Computer 787, PR-TB 171)

Unbekannte Artefakte in den SOL-Flanschen

Vorlage:ImageLink Illu

Die beiden SOL-Flansche enthielten vor ihrer Zerstörung Fertigungshallen, Quartiere, einen fortgeschrittenen Ortungsschutz, eine Sammlung verschiedenster Exponate aus dem ganzen Universum und noch einige andere Räumlichkeiten. Seit den Explosionen, hervorgerufen durch das fehlgeschaltete SOL-HIRN, bestehen die SOL-Flansche innen praktisch nur noch aus Schlacke, Schrott und Trümmern. Nur der Permanentzapfer und der Hypertakt-Antrieb sind intakt geblieben.

Seitdem wurden von der Schiffsmannschaft, besonders den Dookies, dort verschiedene unerklärliche Phänomene beobachtet: Klopfzeichen, obwohl niemand in der Nähe ist, nebelhafte Geistererscheinungen. Von einem Tag auf den anderen kann sich die Raumsituation derart ändern, dass nun ein Trümmerberg dort liegt, wo am Vortag ein Gang war, und dass nun ein Gang ist, wo am Vortag eine Wand war. Besonders ausgeprägt waren diese Phänomene während des Flugs der SOL durch den veränderten Hyperraum des Sektors CLURMERTAKH. Während ihrer Arbeit sind die Dookies auf verschiedene unbekannte Objekte gestoßen:

  • unbekanntes Aggregat mit halborganischem Suggestivverteidigungssystem: entdeckt während des Flugs der SOL in das Torm-Karaend-System in Segafrendo; in einer Panikreaktion mit einem Thermostrahler zerstört
  • gazellenartige Leiche mit Bewusstseinsfragmenten im Gewebe: entdeckt in Segafrendo; in einem Tresor der SOL unter Verschluss
  • kristalline Blütenblätter von circa 50 cm Größe: wurden zusammen mit gazellenartiger Leiche gefunden; entmaterialisiert, als Leiche berührt wurde
  • Metallstange mit subatomaren Maschinen und psionischer Aura: entdeckt in Segafrendo; in einem Tresor der SOL unter Verschluss
  • grüne Energiekugel von circa 30 cm Durchmesser: entdeckt von einem Techniker während des Flugs der SOL durch den Sektor CLURMERTAKH, Zeuge starb, bevor er berichten konnte; verschwunden
  • Schalen eines circa 80 cm großen Eis: entdeckt von den Dookie-Schatztauchern während des Flugs der SOL durch den Sektor CLURMERTAKH; Verbleib unbekannt
  • dreibeiniger, (halb-)intelligenter Kopffüßer, der kleine borstige Pfeile aus seinen Beinen abfeuern konnte: entdeckt von den Dookie-Schatztauchern während des Flugs der SOL durch den Sektor CLURMERTAKH; bei Kontakt mit einem Paralysestrahl verbrannt
  • leere Nekrophore: entdeckt von zwei jugendlichen Mom'Serimern während des Flugs der SOL nach Wassermal; mittels Bordgeschützen in den Hyperraum geschleudert
  • Kosmokraten-Krieger Sershan Contagi Peiragon: entdeckt im Halo Wassermals; vom Guten Geist von Wassermal Tagira mitgenommen
  • KÖCHER Cairols II: entdeckt im April 1312 NGZ von Alaska Saedelaere; von Cairol III im 1. Thoregon selbst zerstört

Während der Generalüberholung der SOL von 1325-1329 NGZ wurden die Trümmerzonen vollständig gesäubert. Die bei der Arbeit gefundenen weiteren Unbekannten Artefakte wurden an einen geheimen Ort auf Luna gelagert und untersucht.

Detaildaten der SZ-1 und SZ-2 (jeweils)

  • 12 NUG-Kraftwerke mit je 8 Nug-Schwarzschild-Reaktoren = 96 gesamt
  • 24 NUG-Protonenstrahltriebwerke
  • 150 Transformzwillingsgeschütze
  • 150 Impulsgeschütze
  • 100 Desintegratorgeschütze
  • 25 Narkose- und Paralysegeschütze
Anmerkung: Die technischen Angaben in den Risszeichnungen weichen leider zum Teil deutlich von den Angaben in den Heften ab. Laut PR 741 hat eine Solzelle zum Beispiel nur 60 Transformkanonen wie klassische Ultraschlachtschiffe.

SZ-2 Geschichte

Die Aphilie

Die SZ-2 ist genauso wie die SZ-1 ein eigenständiges Kugelraumschiff von 2500 Metern Durchmesser. Sie wurde anfangs von dem Emotionauten Senco Ahrat gesteuert, von Perry Rhodan befehligt und von SENECA unterstützt. (PR 701)

Die SZ-2 ist ein in sich geschlossenes Raumschiff. Es kann sich also von der SZ-1 und dem Mittelstück trennen und alleine weiterfliegen, da es auch ein in sich geschlossenes Nahrungsproduktionssystem besitzt. (PR 701)

Von dieser Möglichkeit machte Rhodan schon bei dem Start der SOL Gebrauch. Er holte 10.000 Siedler als Besatzungsmitglieder auf die SOL, die er, um sie vor der Aphilie zu schützen, vorsorglich auf den Planeten Carrent-Fort gebracht hatte. (PR 701) Des Weiteren trennte er die SZ-2 ein weiteres Mal von der SOL, als er mit der SZ-1 und dem Mittelstück auf Last Stop landete. Das war eine weise Entscheidung, denn die SZ-1 konnte danach vorerst nicht mehr starten. Am 10. Juli 3578 wurde daher Senco Ahrat von Rhodan der Befehl zum Weiterflug Richtung Milchstraße gegeben. (PR 710)

Das »Geisterschiff« in der Milchstraße

Die SZ-2 flog unter dem Kommando von Ras Tschubai und Senco Ahrat deswegen getrennt mit 4000 Mann Besatzung in die heimatliche Milchstraße und baute ihren Paratronschirm so um, dass sie aussah wie ein Geisterschiff. Die Besatzung machte so den Menschen unter Zuhilfenahme des Vhrato-Kultes Mut und schuf fast zwei Jahre lang eine Legende. Erstmals kam es Mitte August 3580 zu einem Zusammenstoß mit einer Flotte der Überschweren im Caldohra-System, die den Schweren Kreuzer DOOGEN des NEIs in Bedrängnis gebracht hatten. Niemand wusste, dass es sich um die SOL handelte. (PR 706)

Im Dezember 3580 griff die SZ-2 aktiv in die Konferenz ein, die zur Bildung der GAVÖK führte und rettete vermutlich ihren erfolgreichen Ausgang. Als der Anti Kerson Paarunoc die Konferenz an die Laren verraten wollte und mit seinem Schiff floh, wurde er von der SZ-2, getarnt in ihrem Schattenschirm, abgeschossen. (PR 725)

Zu einem unbekannten Zeitpunkt rettete die SZ-2 die Kolonisten von New Terra vor einem Angriff der Überschweren. Den Kolonisten gab sich Ras Tschubai zu erkennen, weil er Kontakt mit Atlan aufnehmen wollte. Außerdem brauchte die SZ-2 dringend Treibstoff. Es gab allerdings nur 3 Planeten, wo die Aufnahme von Treibstoff für so große Raumschiffe möglich war. Deshalb wurden sie von den Laren zu einer Falle umgebaut. (PR 736) Doch durch die unerwartete Hilfe des Vario-500 gelang es der SZ-2 Anfang 3581, auf Olymp 162 NUGAS-Kugeln zu erbeuten und so den Treibstoffvorrat wieder aufzufüllen. (PR 737)

Wenig später hörte man, dass Perry Rhodan beim Planeten Tomalkeyn aufgetaucht sein sollte und versuchte, Kontakt herzustellen. Doch die SZ-2 wurde sofort von SVE-Raumern angegriffen und floh. Danach sollte Perry Rhodan angeblich nach Enjock kommen, doch Ras Tschubai fand heraus, dass es sich um eine Nachahmung der MARCO POLO handelte besetzt mit Doubles und so konnte sich die SZ-2 wiederum in Sicherheit bringen. (PR 739)

Die SZ-2 begab sich daraufhin zum Treffpunkt Simonsklause im Zentrumsbereich der Milchstraße, um sich mit Atlan zu treffen. Dieser fürchtete inzwischen um die Sicherheit des NEIs, da der Wissende Kor Kalmeck in die Hände der Laren gefallen war und bat Ras Tschubai und Senco Ahrat, die falsche MARCO POLO mit der SZ-2 abzuschießen. Die beiden erklärten sich einverstanden. Unterwegs wurde die SZ-2 auf dem Planeten Jota Großer Berg festgehalten, konnte sich jedoch befreien. Danach vernichteten sie die falsche MARCO POLO. (PR 741) Danach begab sich die SZ-2 in die Provcon-Faust, wo sie auf die Rückkehr der SZ-1 wartete. Im Oktober 3581 wurden die Schiffsteile wieder zusammengefügt. Die wiedervereinigte SOL begab sich dann wieder in die Milchstraße. (PR 752)

Auf der Suche nach der Erde

3582 kehrte die SOL in den Mahlstrom der Sterne zurück, doch Terra war verschwunden. Daraufhin nahm sie Kurs mit unbekanntem Ziel und gelangte schließlich in die Galaxie Dh'morvon. Hier wurde sie direkt von den Raumschiffen der Tbahrgs in Empfang genommen und freundlich zu ihrem Heimatplaneten Xumanth geleitet. Um vor Überraschungen sicher zu sein, trennte sich die SZ-2 unter Atlans Kommando jedoch vor der Landung und blieb in sicherer Entfernung vom Planeten im Weltraum zurück. (PR 773)

Als die Tbahrgs für Tage den Funkverkehr zwischen den gelandeten Segmenten und der SZ-2 unterband, führte Atlan schließlich einen wohlkontrollierten Angriff auf eine unbewohnte Gegend durch, um klarzumachen, dass man eine Gefangenschaft der Besatzung am Boden nicht tolerieren würde. (PR 774)

Einige Zeit später kam es zu einer Raumschlacht mit den Feyerdalern im Kaylaandor-System. Dabei trennten sich die drei Segmente der SOL. (PR 787)

Auch beim ersten Aufeinandertreffen mit den Hulkoos wurde die SOL getrennt. Während das Mittelteil in die Courstebouth-Wolke flog, banden die beiden Kugelzellen die Streitkräfte der feindlichen Flotte außerhalb der Wolke. Nach der erfolgreichen Eroberung des COMP wurde das Schiff wieder vereint und floh. (PR 790)

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In den Händen der SOLAG

Anfang Oktober 3791 waren die Basiskämpfer gezwungen, sich vor dem sich verändernden Giftwall in die SZ-2 zurückzuziehen. Dies kam dem High Sideryt Chart Deccon sehr entgegen. SENECA erhielt von Deccon den Befehl, die Abkopplung der SZ-2 durchzuführen. Die Positronik hielt sein Vorhaben nicht für richtig und wollte auf die SZ-2 verlegt werden. Die Trennung wurde durchgeführt, zumal der High Sideryt versicherte, dass die SZ-2 der SOL in gleich bleibendem Abstand von 20 Kilometern folgen sollte. Den Wunsch der Rebellen nach einer Wiederankopplung würde er zu gegebener Zeit erfüllen – allerdings zu seinen Bedingungen. (Atlan 536)

Mit Unterstützung der Bordpositronik der SZ-2 gelang es Atlan und den Basiskämpfern, durch Vakuumtunnel die um die Stützpunkte der Rebellen befindlichen Kristallmassen, die aus dem Giftwall entstanden waren, von der Sauerstoffversorgung abzuschneiden und zu vernichten. Atlan forderte die Wiederankopplung der SZ-2. Er versprach, dass die Rebellen den Widerstand aufgeben und sich in die Bordgemeinschaft der SOL eingliedern wollten. Die Gefahr, die von den Kristallmassen ausgegangen ist, existiert nicht mehr. Somit besteht kein Grund für den High Sideryt, die SZ-2 nicht wieder anzukoppeln. Innerlich empfindet Chart Deccon Hochachtung für die Kaltschnäuzigkeit des Arkoniden. Äußerlich ließ er sich davon allerdings nichts anmerken. Obwohl die Magniden den psychologischen Schachzug Atlans erkannt hatten, erteilte Deccon SENECA den Befehl, die SZ-2 anzukoppeln. Neben der Vernichtung der Kristallmassen und der Kapitulation der Basiskämpfer war der Beweis erbracht worden, dass alle drei Teile der SOL getrennt voneinander operieren konnten. Das Manöver konnte als voller Erfolg für beendet erklärt werden. Die Basiskämpfer feierten mit viel Alkohol die Rückkehr in das normale Bordleben. (Atlan 536)

Operation in Flatterfeld

Chart Deccon vereinbarte mit Atlan, dem Arkoniden die SZ-2 zu überlassen, um in der Kleingalaxie Flatterfeld Erkundungen vorzunehmen. Am Nachmittag des 19. Oktober 3791 löste sich die SZ-2 von der SOL und nahm Kurs auf Flatterfeld. Palo Bow fungierte als Kommandant, unterstützt von Brooklyn und Breckcrown Hayes. Zu Atlans Begleitern zählten neben Bjo Breiskoll und Argan U auch Sternfeuer, Federspiel und die fünf Molaaten. (Atlan 537)

Am 20. Oktober erreichte die SZ-2 ein Sonnensystem am Rand der Galaxie. Dort wurden unverständliche Hyperimpulse aufgefangen, die aus dem östlichen Teil Flatterfelds stammten. Ein offener Sternhaufen wurde näher untersucht. Die SZ-2 wurde in einem Orbit um den 32. Planeten des Bluewhite-Systems geparkt. Eine Space-Jet mit Atlan, Breckcrown Hayes, Sternfeuer und Federspiel wurde ausgeschleust. Das Beiboot wurde zwischen den Asteroiden von Flugkörpern verfolgt. Hayes gelang es, die Space-Jet in den interplanetarischen Raum entkommen zu lassen. Doch auch die SZ-2 wurde von atomaren Sprengkörpern angegriffen, die von dem Planeten abgefeuert wurden, in dessen Orbit sich der Raumer befand. Ein Traktorstrahl zog die Jet durch eine Strukturlücke in einen Hangar der SZ-2. Der Kugelraumer zog sich aus dem System zurück. Das Ziel war 537 Lichtjahre entfernt – die Quelle der Hyperfunkimpulse. (Atlan 537)

Mit zwei Linearetappen erreichte die SZ-2 die Ostseite Flatterfelds. Raumstationen wurden geortet, die ein Raumgebiet abriegelten. Am 23. Oktober versuchte die SZ-2 zwischen zwei der nur wenigen Lichtjahre voneinander entfernten Stationen durchzuschlüpfen. Obwohl die Solzelle geortet wurde, erfolgte keinerlei Reaktion der Erbauer der Stationen. Atlan ließ Funkkontakt herstellen, um den Grund für die Missachtung zu erfahren. Mel Yasgard meldete sich aus der Station Merdot. Als Atlan die Skulptur eines Ysteronen beschrieb, brach der Pluuh die Verbindung abrupt ab. Fünf Raumschiffe tauchten aus dem Linearraum auf und rasten auf die SZ-2 zu. Aus Merdot wurden weitere Einheiten ausgeschleust. Die 35 Schiffe der Pluuh begannen den Kugelraumer einzukreisen. Störfelder machten den Kontakt zur SOL unmöglich. Die Pluuh feuerten Warnschüsse ab, um die SZ-2 an der Flucht zu hindern. Zwei der Angreifer gingen auf Kollisionskurs und verhinderten so den Eintritt der SZ-2 in den Zwischenraum. Palo Bow aktivierte die HÜ- und Paratronschirme. Nach einigen Treffern meldete sich Yasgard wieder über Hyperfunk. Die SZ-2 erhielt Landeerlaubnis für einen Planeten der Pluuh. Eine Pluuha kam gewissermaßen als Lotsin an Bord. Mehrere pluuhische Raumschiffe begleiteten in relativ geringem Abstand die SZ-2. Brooklyn gelang es, die SOL zu kontaktieren und Chart Deccon eine Nachricht zukommen zu lassen. Die SZ-2 landete auf einem kleinen Raumhafen auf Worsian IV. (Atlan 537)

In der Sperrzone

Der Ysterone Girgeltjoff wurde an Bord genommen und in einem Hangar untergebracht. Um den Ysteronen kümmerten sich Argan U, Sanny und Bjo Breiskoll. Um Einzelheiten über den Wirkungsbereich der Ysteronen zu erfahren, ließ Atlan ununterbrochen eine Bitte nach Kontaktaufnahme an die Pluuh senden. Als der Arkonide die Versuche schon einstellen wollte, meldete sich Lotir Pall. Widerstrebend übermittelte der Pluuh die Koordinaten des Sektors der Ysteronen auf der gegenüberliegenden Seite Flatterfelds. Ein Sperrgürtel umgab das ellipsoide Raumgebiet, das zwölf Lichtjahre lang war und einen maximalen Durchmesser von sieben Lichtjahren aufwies. Die Wachstationen der Pluuhs waren angewiesen worden, die Solzelle-2 passieren zu lassen und dem Schiff den Durchtritt durch die Sperre zu ermöglichen. (Atlan 540)

Palo Bow fragte bei Chart Deccon nach, ob die SZ-2 zur SOL zurückkehren sollte. Der High Sideryt ordnete an, dass sich an Atlans Vorschläge zu halten war. Der Arkonide befahl daraufhin den Flug zur Region der Ysteronen. Dort wurden der Solzelle-2 von den Pluuh Informationen überspielt, um dem Schiff die Durchquerung der Barriere mit 98%iger Wahrscheinlichkeit unbeschädigt zu ermöglichen. (Atlan 540)

Die Pluuh öffneten einen 40 Lichtminuten langen Korridor, den die Solzelle-2 mit 75% Lichtgeschwindigkeit durchfliegen sollte. Ein plötzlich vor dem Schiff auftauchender wirbelnder Trichter brachte die Antigravaggregate an den Rand ihrer Leistungsfähigkeit. Die Solzelle-2 trug allerdings keine nennenswerten Schäden davon. (Atlan 540)

Die Antennen der Solzelle-2 fingen Hyperimpulse auf, die zwischen dem vermuteten Standort des Ysterioon und dem Raumsektor außerhalb des Sperrgürtels gesendet wurden, in dem die SOL wartete. Anscheinend hatte sich der Hantelraumer oder eines seiner Beiboote mit einer Tantar angelegt. Atlan änderte seinen Plan. Er wollte nun einen erdähnlichen Planeten innerhalb des Sperrgürtels der Pluuh ausfindig machen. Diese Welt sollte als Basis für den Vorstoß mit kleineren Einheiten zum Ysterioon dienen. Der zweite Planet einer gelben Sonne vom Soltyp schien geeignet zu sein. Die SZ-2 landete auf Break-2. (Atlan 540)

An Bord der auf Break-2 durch eine wahrscheinlich vom Ysterioon ausgehende Strahlung festsitzenden SZ-2 begann sich Widerstand gegen die Schiffsführung zu regen. Atlan und die beiden Magniden wurden von Besatzungsmitgliedern wie Morrosson Sum und Orest Vida dafür verantwortlich gemacht, dass das Schiff unter einem Vorwand auf dem Planeten festgehalten und eine Wiedervereinigung mit der restlichen SOL unnötig hinausgezögert wurde. Wie auch die SZ-2 waren die Beiboote flugunfähig. Antigravgleiter waren in ihrer Bewegungsfreiheit jedoch nicht eingeschränkt. (Atlan 543)

In der Zentrale der SZ-2 kam es zu einer Krisensituation. Morrosson Sum , Orest Vida und weitere Solaner bedrohten die Besatzung, die Magniden und Atlan mit Energiewaffen. Vida sollte feststellen, ob das Schiff absichtlich als startunfähig gehalten wurde. Doch auch Vida schaffte es nicht, die SZ-2 zu starten. Nun musste auch Sum erkennen, dass Atlan und die Magniden kein falsches Spiel trieben. In den nächsten Wochen wurde mit Traktor- und Antigravfeldern eine Korvette aus ihrem Hangar bugsiert und neben der SZ-2 abgestellt. Die DUSTY QUEEN sollte zum Ysterioon fliegen, um dort für die Flugfähigkeit der SZ-2 zu sorgen. (Atlan 543)

Nach der Zerstörung des Planeten Pryttar konnte die zum Ysterioon geschickte DUSTY QUEEN Funkkontakt mit der SZ-2 herstellen. Palo Bow teilte mit, dass das Schiff von Break-2 gestartet war. Die Nickel-Absorber-Strahlung gab es nicht mehr, was die Solaner aber gar nicht hatten feststellen können. Der Vorbeiflug einer Korvette der SOL, die direkten Kurs auf das Ysterioon genommen hatte, hatte Bow einen Startversuch unternehmen lassen, der gelang. Die Korvette hatte auf Funkanrufe nicht reagiert. (Atlan 545)

Das Schiff wurde auch von der DUSTY QUEEN geortet, deren Anrufe ebenfalls unbeantwortet blieben. Die Korvette bremste kurz vor dem Ysterioon ab. Zwei Zellen der Roxharen näherten sich dem Schiff, schleppten es in Richtung Ysterioon ab und verankerten es an der Außenhülle. Die SZ-2 traf ein und schleuste die DUSTY QUEEN ein. Ein kurzer Funkspruch von der Korvette wurde aufgefangen. Das übermittelte Bildsignal zeigte einen recht mitgenommenen Chart Deccon. Der High Sideryt brüllte Roboter an, ihn endlich zur Funkanlage zu lassen. (Atlan 545)

Begegnung mit Roxharen

Die Ortungszentrale an Bord der immer noch im Trümmerring des Systems der Sonne Kores befindlichen SZ-2 beobachtete, wie die SEARCHER von einer der Kugeln des Ysterioons, an der sie bis jetzt verankert war, abgestoßen wurde und antriebslos in den Raum hinaustrieb. Atlan ließ einen Richtfunkspruch mit überschmaler Bündelung und Kurzkodierung zu der Korvette abstrahlen. Doch keine Antwort erfolgte. Breckcrown Hayes und einige Freiwillige flogen mit einer Space-Jet zu dem Raumschiff. Zarc Larness bemerkte einen fremdartigen Behälter, der nicht zur Ausstattung eines Schiffes der Solaner passte. Nach dem fluchtartigen Verlassen der Korvette, explodierte hinter ihnen das Raumschiff. Trümmerstücke schlugen in die Jet ein, deren Schutzschirme heruntergefahren waren, da Hayes und Larness im gleichen Moment an Bord gingen. Vier roxharische Zellen starteten aus dem Ysterioon und näherten sich der Space-Jet. Die SZ-2 kam der Jet entgegen und schoss Sperrfeuer. Eine der vier Zellen wurde aus dem Kurs geworfen und raste sich überschlagend davon. Eine weitere Salve der SZ-2 ließ das beschädigte Roxharen-Schiff abdrehen. Eine erneute Salve ließ die zweite Zelle den Verfolgungskurs verlassen. Die Space-Jet wurde eingeschleust. Eine der getroffenen roxharischen Zellen torkelte durch den Raum. Mit Traktorstrahlen wurde die Bewegung des Ovalschiffes angehalten und auf die Bordwand der SZ-2 zugezogen. Buhrlos retteten vier Roxharen in Raumanzügen, ehe die Zelle explodierte. Die SZ-2 zog sich wieder in den Trümmerring zurück. Zwei Roxharen waren schon tot. Die beiden anderen, Ferser'It und Bonelov'Vert, wurden in die Zentrale gebracht, wo Atlan erfuhr, dass Hidden-X die Roxharen zu dem Angriff gezwungen hatte. Sein Einfluss ließ jedoch seit der Zerstörung Pryttars nach. (Atlan 548)

Ferser'It und Bonelov'Vert wurden durch eine hypnotische Behandlung vom Einfluss des Geistigen Faktors befreit. Atlan startete nun die Rettungsaktion für die im Ysterioon befindlichen Solaner. Die SZ-2 flog das Kugeloktogon auf direktem Weg an und schleuste dabei alle 110 Beiboote aus. Der Schwarm an Raumschiffen begann einen Scheinangriff. Dies gab einer Space-Jet die Gelegenheit, unbemerkt auf der Zentralkugel des Ysterioons zu landen. Zarc Larness, der Pilot der Jet, erhielt den Befehl, die Space-Jet nach dem Absetzen der beiden Kommandogruppen zu starten. Dies war das Zeichen für die kleine Flotte, den Angriff einzustellen. Die Beiboote wurden von der SZ-2 wieder eingeschleust. Das Kugelschiff versteckte sich in der Korona der Sonne Nickelmaul. (Atlan 548)

...

Absturz über Kranenfalle

Am 7. Oktober 226 NGZ stürzte die SZ-2 über Kranenfalle ab. Die Betschiden Surfo Mallagan, Brether Faddon und Scoutie entdeckten das Schiff im Jahre 424 NGZ, hielten es allerdings zunächst für ein feindliches Schiff oder eine kranische Einheit. Soweit es die Betschiden feststellen konnten, war das Schiff vollständig verlassen. Auf einer aus der Außenhülle ragenden Plattform hauste ein einsamer, geistig verwirrter Krane. Im Inneren fanden die Betschiden teils geplünderte und/oder zerstörte, teils noch funktionsfähige Bereiche vor. Mehrere Korridore waren von einer großen, fein verästelten Struktur mit Greiftentakeln ausgefüllt. Es handelte sich vermutlich um ein pflanzliches Wesen. Im Schiff hatten sich außerdem mutierte Tiere von Kranenfalle ausgebreitet, von denen sich das Pflanzenwesen ernährte. Die Betschiden stießen auf Anzeichen für Kämpfe und fanden leere Spoodie-Behälter. In der Zentrale lagen hunderte menschliche Skelette. Sie waren auf engstem Raum zusammengeballt, was auf die Auswirkungen der Spoodie-Seuche schließen ließ. In einer großen Truhe mit gläsernem Deckel ruhte ein toter Buhrlo. Es gelang Mallagan, eine Filmaufzeichnung zu aktivieren. Darin waren Menschen, Buhrlos sowie ein charismatischer Mann mit weißen Haaren und roten Augen zu sehen, der mit Atlan angesprochen wurde. Einsatztrupps des Nests der 17. kranischen Flotte trafen bei Kranenfalle ein. Bei der Erkundung der SZ-2 wurden die Buhrlos gefangen genommen und zum Verhör abtransportiert. (PR 1014, PR 1015)

Die SZ-2 wurde erst wieder 425 NGZ von den Kranen aufgefunden und reaktiviert. Am 6. Dezember 426 NGZ traf die SZ-2 unter dem Kommando des Kranen Tomason im Vier-Sonnen-Reich der Sooldocks ein und wurde mit der restlichen SOL wiedervereint.

Beibootflottille

Erstausstattung 3540

Laut Risszeichnung waren auf der SOL bei Indienststellung stationiert:

Hinzu kommen mehrere Tausend Lightning-Jets und Shifts, die sich als Beiboote auf den Leichten Kreuzern, Korvetten und Space-Jets befinden.

Anmerkung: Der Risszeichner war ähnlich wie bei der Anzahl der Transformkanonen(s.o.) etwas sehr großzügig. Die beiden SOL-Zellen sind als Ultraschlachtschiffe der UNIVERSUM-Klasse eine Weiterentwicklung der TRÄGER-Klasse. Die MARCO POLO verfügte über deutlich weniger Beiboote als in der Risszeichnung für die SOL-Zellen angegeben werden, nämlich 50 Leichte Kreuzer, 50 Korvetten und 500 Lightning-Jets. Laut PR 787, S. 46 verfügte die SZ-2 ebenfalls über 50 Leichte Kreuzer, 50 Korvetten, 100 Space-Jets und 300 Lightning-Jets.

Zu den kleinsten Transporteinheiten des Schiffes gehörten auch Roboter, die unter der Bezeichnung »Transporter« bekannt waren (zum Beispiel Transporter JX-Q-255). Es handelte sich hierbei um autonom-fliegende Einheiten, von denen jede über ein gesondertes Rufzeichen verfügte. (PR 713, S. 19)

Nach 3792

Während der Herrschaft der SOLAG herrschten in der SOL Stagnation und Niedergang. Das Schiff konnte nur mühsam instandgehalten werden, neue Beiboote wurden irgendwann nicht mehr konstruiert. Das änderte sich erst nach dem Ende der SOLAG im März 3792.

Im Mittelteil der SOL sind zehn Leichte Kreuzer in zwei Hangars untergebracht. Die Hangars liegen einander gegenüber in den Außenbezirken des Ringwulsts. (Atlan 533)

Als Antriebe dieser Kreuzer dienen je Schiff sechs NUG-Triebwerke sowie zwei Kompakt-Waringer mit einer Gesamtreichweite von drei Millionen Lichtjahren. Als Bewaffnung sind drei Transformkanonen mit einer Abstrahlkapazität von 1000 Gigatonnen an Bord, davon zwei in den Polkuppeln und eine auf der fünften Etage über dem Ringwulst. Die Besatzung setzt sich aus 60 Personen zusammen. (Atlan 533)


ab 1311 NGZ

Die SOL besitzt in ihrer Gesamtheit nun folgende Beiboote:

Anmerkung: Auf in großen Beibooten stationierte Einheiten wird nicht eingegangen. Deshalb sind diese Zahlen als absolut anzusehen.

Bekannte Besatzungsmitglieder

3540–3587